Hans Fallada

2012-03-28 11:00

Der deutsche in Greifswald geb. Schriftsteller Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen (* 21. Juli 1893 in Greifswald; † 5. Februar 1947 in Berlin) – Pseudonym Hans Fallada − gehört zu den bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen wurde 1893 in Greifswald in gutbürgerlichen Verhältnissen geboren.
Ditzen verbrachte seine ersten sechs Lebensjahre in Greifswald. Sein Geburtshaus befindet sich in der Steinstraße 58/59 in der sogenannten Fleischervorstadt in Greifswald. Im Erdgeschoss des Hauses, in der ehemaligen Wohnung der Familie Ditzen, ist  heute die Pommersche Literaturgesellschaft e. V. zu Hause.
Sein Künstlername bzw. Pseudonym Hans Fallada hat sich der Greifswalder Rudolf Dietzen aus dem Namen "Hans" nach der Figur aus dem Märchen "Hans im Glück" und dem Namen des treuen Pferdes "Falada" aus dem Märchen "Die Gänsehirtin", dass getötet wurde, weil es stets die Wahrheit sprach, zusammengestellt.

1899 zog die Familie von Greifswald nach Berlin und 1909 nach Leipzig – sein Vater war dort zum Richter am Reichsgericht berufen worden.
Mit seinem Freund Hanns Dietrich von Necker beschloss er am 17. Oktober 1911, einen als Pistolenduell getarnten Doppelsuizid zu begehen. Bei dem Duell starb sein Freund, während Ditzen schwer verletzt überlebte. Er wurde wegen Totschlags angeklagt und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Wegen Schuldunfähigkeit wurde die Anklage fallengelassen. Er verließ das Gymnasium ohne Abschluss.
1920 erschien der «Pubertätsroman» „Der Junge Goedeschal“, in dem er in expressionistischer Manier seine Jugendzeit  verarbeitet. Fallada arbeitet  als Rendant auf Gütern in Mecklenburg, Westpreußen, Vorpommern Greifswald und auf Rügen.
1923 erschien der zweite Roman „Anton und Gerda“, ebenfalls in der Tradition des Expressionismus. Drogenprobleme führen zu Geldsorgen: Ditzen unterschlägt Gelder und wird verurteilt. 1924 büßt er deswegen eine dreimonatige Gefängnisstrafe in Greifswald ab.

1931 erschien „Bauern, Bonzen und Bomben“. 1932 erfolgt sein wahrscheinlich erfolgreichster Roman „Kleiner Mann was nun?“. Das Buch wird zum Welterfolg. 1934/35 folgen die Romane „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“ und „Wir hatten mal ein Kind“.
Nach der deutschen Kapitulation im Jahre 1945 wird Ditzen von den Russen als Bürgermeister von Feldberg eingesetzt. Spannungen führen zum völligen Zusammenbruch des durch Drogen-Probleme ohnehin gefährdeten Ditzen.
In Berlin nimmt sich dann Johannes R. Becher sich seiner an, unterstützt ihn materiell und vermittelt ihm Schreibaufträge. 1946 erscheint sein letztes Buch „Jeder stirbt für sich alleine“.

Am 5. Februar 1947 stirbt Hans Fallada in Berlin.

In Greifswald ist die Stadtbibliothek Greifswald in der Knopfstrasse nach Hans Fallada benannt.
Es gibt in Greifswald eine Strasse die nach ihm benannt ist.

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